3E-Morava Nature – Environmental - Education - Ekocentres

Der Grenzfluss March ist ein gemeinsames Naturphänomen Osterreichs und der Slowakei in den March-Thaya-Auen. Diese zählen zu den bedeutendsten zusammenhangenden Auenlandschaften Mitteleuropas, mit einer herausragenden Tier- und Pflanzenvielfalt. Zu ihrer Erhaltung und der Verbesserung einiger Standorte sind jedoch Maßnahmen erforderlich. Das Projekt 3E-Morava Nature fördert Biodiversität und Ökosysteme entlang des Alpenkarpatenkorridors und der March. Es setzt dabei auf Biotoppflege von Trockenwiesen und Wasserbiotopen sowie Umweltbildung und Naturtourismus. Entwickelt wurde das Projekt bottom-up von 10 österreichischen und slowakischen Gemeinden, regionalen Organisationen und NGOs. Die NÖ.Regional.GmbH ist österreichischer Hauptpartner.

Das offizielle Projekt-Kick-off fand am 28. September 2018 in Stupava, Sitz des Leadpartner, statt. 
Die Website des Leadpartners Stupava gibt Informationen in slowakischer Sprache.

Projektmaßnahmen

1. Biotopmanagement

In ausgewählten Biotopstandorten bzw. Elementen der Lebensraumvernetzung beiderseits der March werden Pflegemaßnahmen gesetzt. Trockenwiesen werden schonend beweidet, Feuchtstandorte erhalten. Damit wird zur Erhaltung der Artenvielfalt in diesen besonders sensiblen Biotopen beigetragen. Dabei spielen Wasservögel und Weideschafe eine wichtige Rolle und liefern inzwischen ein Best-Practice-Beispiel, wie ein Interreg-Projekt nachhaltig fortgeführt werden kann. Interessante Details zu den Aktivitäten erfahren Sie hier.

Beteiligte Projektpartner sind "Broz", für die Beweidung in der Slowakei, und der Partner "WUK" mit seiner, im Projekt gegründeten, Schafherde im Marchfeld, beide stehen in regelmäßigem Austausch zu ihren Erfahrungen. Weiter sind die Gemeinden Gbely und Hohenau an der March mit dem Verein "Auring" für die Erhaltung von Feuchtflächen aktiv. Link zu einem Vernetzungstreffen zum Thema Beweidung.

2. Umweltbildung

Um das Wunder March-Thaya-Auen für Bevölkerung und Besucher erlebbar zu machen und das Verständnis für die Schutzmaßnahmen zu erhöhen, erfahren Schulkinder, Familien und alle BesucherInnen in 5 Ökozentren viel Wissenswertes über die Natur und Pflege dieses einzigartigen Gebiets. Großgeschrieben wird die Info für Schul-und Kindergartenkinder. Für sie gibt es Workshops und Exkursionen in den Ökozentren und in freier Natur. Am Devínska Kobyla (Thebener Kogel) wurde ein kleiner Pavillon für Schulstunden in der Natur errichtet. Zwischen slowakischen und österreichischen Schulen werden auch Informationen und Materialien ausgetauscht.

"Schau, die Au! Willkommen im Abenteuer March-Thaya-Auen!"
Eine der Hauptaufgaben der NÖ.Regional im Projekt ist die Schaffung einer Ausstellung über die Welt der Marchauen im trilateralen Ramsarschutzgebiet und seiner einzigartigen Tier-und Pflanzenwelt. Diese sollte Anfang August 2020 in Form einer 3-sprachigen Ausstellung im neuen MARCH-THAYA-ZENTRUM in Hohenau an der March eröffnet werden. Damit sollen Bevölkerung und Besucher zu mehr Interesse, Erleben und Naturverständnis animiert werden. Sie schließt eine Lücke in der Präsentation der Bedeutung der Marchauen für Bevölkerung und Gäste aus Österreich und seinen Nachbarländern.

3. Fünf Ökozentren

    Für die Umweltbildung und als Anlaufstelle für Naturtourismus werden 5 Ökozentren beiderseits der March zur Verfügung stehen. Sie vermitteln künftig BesucherInnen mittels Ausstellungen, Schulworkshops und Exkursionen die Natur und ein Verständnis für Naturschutzaktivitäten.

    Als erstes Ökozentrum in Bratislava konnte das Ökozentrum im alten Zollhaus - Ekocentrum v budove Mýtnice in Dévinska Nová Ves am 12.9.2019 eröffnet werden. Das alte Zollhaus gleich nach der Radbrücke der Freiheit über die March wurde stilgerecht renoviert. Es wird v.a. für Schulklassen und Workshops zur Verfügung stehen und beherbergt außerdem die neue Touristeninfo, einen Radverleih und ein kleines gemütliches Cafe. Weitere Informationen: Partnermeeting in Dévinska Nová Ves, Eröffnung Dévinska Nová Ves

    Das neue March-Thaya-Zentrum in Hohenau an der March wurde am 12. August 2020 im Beisein von Landtagspräsident Karl Wilfing, der regionalen Politik und den Projektpartner feierlich eröffnet und kann ab 13. August gemeinsam mit der Ausstellung »Schau, die Au! Willkommen im Abenteuer March-Thaya-Auen!« von allen Interessierten besucht werden. Als Anlaufstelle für Naturtourismus liegt es zentral in Hohenau an der March an den wichtigen Radrouten der Region, wie der KTM-Radroute, im Liechtensteinpark, der ebenfalls klimaangepasst mit Beratung von Natur im Garten umgestaltet wird. Dank Kombinationsmöglichkeit mit dem benachbarten Veranstaltungszentrum Atrium konnte das neue Gebäude kompakt gehalten werden. Es wurde nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltet: Holz und Glas sind die dominierenden Materialien. Erdwärme sorgt für warme Temperaturen im Winter und Kühlung im Sommer. Als attraktive Anlaufstelle für Schulangebote, Exkursionen, Workshops, Ausstellungsbesuche und Urlauber wird es künftig in Vernetzung mit anderen Angeboten die Region bereichern.

    4. Kommunikation

    Die gegenseitige Bewerbung der Ökozentren, die Nutzung der Websites der einzelnen Partner und Pressetermine ergänzen das Programm.