Jahresauftakt mit Gastvortrag von Trend- und Zukunftsforscher Horx
Unter dem Motto „Miteinander Zukunft Vorausdenken“ lud Kleinregionssprecher Bürgermeister Werner Krammer zum Impuls zum Jahresauftakt die Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürge der Kleinregion Ybbstal nach Waidhofen an der Ybbs ein. Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx hielt den Impulsvortrag „Progressive Provinz“ und regte die Besucherinnen und Besucher zu zahlreichen visionären Ideen an.


Bürgermeisterin und Bürgermeister der Kleinregion Ybbstal und Nachbargemeinden, Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx.
© Stadtgemeinde Waidhofen an der Ybbs/Büringer


Über 500 Gäste aus den zehn Gemeinden der Kleinregion Ybbstal und Nachbargemeinden kamen zum Impuls zum Jahresauftakt in den Plenkersaal nach Waidhofen an der Ybbs am 5. Jänner 2018. Moderator Thomas Bläumauer begrüßte die zahlreichen Gäste aus Waidhofen und der ganzen Region „in der schönsten Stadt der Welt“.

Kleinregionssprecher, Bürgermeister Werner Krammer betonte in seinen Einleitungsworten die Bedeutung von Zusammenarbeit und das Denken über den Tellerrand. „Wir sind keine Einzelkämpfer sondern Teil einer wunderbaren Region, für deren Entwicklung wir miteinander vorausdenken müssen“, so Bürgermeister Krammer.

Ergebnisse bestehender Kooperationen wurden in einem gemeinsamen Film von den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern vorgestellt. „Der Film zeigt die gut entwickelte Basis für Zusammenarbeit. Die Basis dafür Vertrauen. Es geht um echte, ehrliche Kooperation auf Augenhöhe, dazu ist es letztendlich auch nötig in größeren Einheiten zu denken.“, betonte Bürgermeister Krammer. Als Zukunftschance und Leuchtturmprojekt für die Region erwähnte Bürgermeister Werner Krammer den Zukunftscampus, ein Projekt der LEADER Region Eisenstraße und den „Interkommunale Kooperationsplan“ ein Projekt der Kleinregion Ybbstal, welche in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Der ganze Abend stand unter dem Motto „Miteinander Zukunft vorausdenken“ und so wurde als Gastreferent Matthis Horx eingeladen. Der bekannte deutsche Trend- und Zukunftsforscher referierte zum Thema „Progressive Provinz“. Seiner Definition nach ist eine progressive Provinz „eine kleine oder mittlere Stadt, Region oder Landschaft, die durch Weltoffenheit, Neugierde, Lebendigkeit, Bürgersinn, Optimismus, Bildung und Kreativität eine eigenständige Zukunftsidentität entwickelt, im Gegensatz zur grantigen Provinz.“ Er sprach eingangs über die Methoden der Zukunftsforschung und folgend über den Megatrend der (Groß-) Urbanisierung, der sich stetig fortsetzt, sich anderswo aber auch schon wieder umgekehrt. „75 Prozent werden im Jahre 2050 in Städten leben“, sagt Horx.

Für eine positive Zukunft brauche es eines: Mut. Vor allem in der Standortpolitik, Architektur, Gastwirtschaft und bei Bürgerprojekten. Als gutes Beispiel hob Horx auch Waidhofen selbst hervor, das ihn beim Ankommen beeindruckte. „Ich finde ganz bemerkenswert wie hier die alte Bausubstanz mit der ikonografischen Glasarchitektur einen Klang ergibt, der verlauten lässt, dass diese Stadt nicht nur alte Gemäuer hat.“ Er nannte viele Beispiele wo Ortschaften, die schon als verlassen galten, neue Wege fanden sich zu inszenieren. „Engagement ist das beste Gut, die beste Energieform gegen das Aussterben“, betonte Horx.

Anschließend bat Moderator Tom Bläumauer Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer aus Hollenstein an der Ybbs, Bürgermeister Martin Ploderer aus Lunz am See, LABg. Bürgermeister Anton Kasser aus Allhartsberg und Kleinregionssprecher Bürgermeister Werner Krammer auf die Bühne. Alle Bürgermeister unterstrichen nochmals die Kraft der Kooperation und Zusammenarbeit der Gemeinden in der Region, welche sich in dem umgesetzten Projekt von Ybbstalradweg, Skigebiet und Bike Park Königsberg widerspiegeln.

Viele Bürgerinnen und Bürger der Region nutzen die Chance ihre visionären Ideen und Anliegen in die Ideenbox, welches seitens der Mitarbeiterin der NÖ.Regional.GmbH betreut wurde, einzuwerfen. Die Ideen werden im Zuge der nächsten Kleinregionssitzung der Kleinregion Ybbstal besprochen.

Musikalisch begleitete den Abend das Ensemble des Musikschulverbands Waidhofen/Ybbstal unter der Leitung von Hermann Maderthaner. Beim Empfang mit vielen visionären Gesprächen gab es rustikal-raffinierte Brötchen der Bäuerinnen aus der Region. Dazu wurden das neue Stadtbier „BERG.QUELL“ und der neue STADT.MOST kredenzt.
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