Kleinprojektefonds unterstützt die Vertiefung von Kooperationen
Das vorweihnachtlich geschmückte Budweis war Treffpunkt für die Euregio Silva Nortica Waldviertel-Südböhmen. Ing. Štangl und der stellvertretende Kreishauptmann Südböhmens, Bgm. Hroch, informierten die niederösterreichische Delegation über geplante Projekte.


Ausschuss der Euregio Silva Nortica Waldviertel – Südböhmen
Ing. Johann Hofbauer, DI Josef Strummer, Helene Mader, MBA, Ing. Martina Petrová, Ing. František Štangl, Mgr. Pavel Hložek, Kreishauptmannstellvertreter Bgm Pavel Hroch
© Euregio Silva Nortica


„Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist das um und auf für ländliche Grenzregion. Die nachbarschaftliche Zusammenarbeit, das Lernen voneinander und eine abgestimmte Vorgangsweise sind unabdingbar für eine wirtschaftlich gesicherte Zukunft,“ meint Ing. Hofbauer, Obmann der Euregio Silva Nortica Waldviertel. „Maßnahmen dürfen an der Grenze nicht Halt machen. In der Euregio setzen wir uns dafür ein, dass regelmäßige Abstimmungen grenzüberschreitend durchgeführt werden! Der Kleinprojektefonds unterstützt dabei finanziell.“ unterstreicht Ing. Štangl.

Gefördert werden diese grenzüberschreitenden Kooperationen unter anderem durch den Kleinprojektefonds. Einreichen können nur Partnerschaften zwischen einer österreichischen und einer tschechischen Organisation oder Gemeinde. Die durch das EU-Programm Interreg AT-CZ geförderten Initiativen tragen zur Vertiefung dieser Kooperationen bei und sollen so die nachbarschaftlichen Beziehungen durch viele kleine Initiativen verbessern. 40 kleine Projekte werden bereits finanziell unterstützt. Die thematische Bandbreite ist groß. Sie reicht vom Schmiedetreffen, über ein Kindermusical bis hin zur literarischen Annäherung an die gemeinsame Heimat. 4,5 Millionen € EU-Mittel stehen für die Regionen Niederösterreich, Oberösterreich, Südböhmen, Vysoèina und Südmähren zur Verfügung und können bis Ende 2019 von Gemeinden und Organisationen genutzt werden.
„Denkmäler leben“ ist ein weiteres Projekt, bei welchen die Euregio Silva Nortica Südböhmen Leadpartner ist. In Zusammenarbeit mit den Tourismusorganisationen werden Denkmäler mit geringeren Besucherzahlen bekannter gemacht und deren Erreichbarkeit erleichtert. Erstmals wird es in Mai bei waldviertel pur einen Stand geben. Groß angelegte Werbeaktionen im Internet gehören ebenso zu den Projektaktivitäten wie Bildungsmaßnahmen der Denkmalbetreiber.

Im Anschluss an die Besprechung führte Ing. Štangl, Direktor des Südböhmischen Museums, durch die Sonderausstellung zum 1. Weltkrieg. Besonders beeindruckend ist der nachgebaute Schützengraben, der die fürchterliche Situation der damaligen Soldaten erlebbar macht. Viele Ausstellungsstücke aus der k.u.k. Zeit in deutscher Sprache machen die gemeinsame Geschichte deutlich. Die Sonderausstellung ist bis Ende Oktober 2018 geöffnet und stellt vor allem auch für Schulen eine sinnvolle Ergänzung zum Geschichtsunterricht über die beiden Nachbarstaaten, Österreich und Tschechische Republik, dar.




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