6 Vorzeige-Mobilitätsprojekte bei Wettbewerb „Clever Mobil“ prämiert
2017 war Premiere für den "clever mobil"-Wettbewerb des Landes NÖ. Gesucht waren innovative Mobilitätsprojekte mit Leuchtturmcharakter. Sechs Projekte aus den NÖ Mobilitätsgemeinden wurden ausgezeichnet die besonders eindrücklich zeigten, wie sie den Verkehr und die Mobilität zum Nutzen der BürgerInnen und mit einer spürbaren Qualitätsverbesserung optimiert haben.


Landessieger Kottingbrunn Foto von links nach rechts: Wolfgang Machain (Marktgemeinde Kottingbrunn), Mobilitätsmanagerin Wibke Strahl-Naderer, Bürgermeister Christan Macho, Landesrat Karl Wilfing, Mobilitätsbeauftragte Andreas Kolbert und Klaus Leitzer (Marktgemeinde Kottingbrunn).
©NÖ.Regional.GmbH/Gausterer


40 NÖ Gemeinden haben ihre Mobilitätsprojekte für den Wettbewerb eingereicht, sechs davon wurden nun prämiert. Pro Hauptregion gab es ein Siegerprojekt, das mit 10.000 Euro dotiert war. Der Landessieger erhielt 20.000 Euro. Landesrat Wilfing freute sich „über die vielen eingereichten Projektideen, die zeigen dass die Frage nach geeigneten Mobilitätslösungen ein allgegenwärtiges Thema ist, das in den niederösterreichischen Gemeinden kreativ angegangen wird, um neue Wege zu beschreiten“.

Rote-Kreuz-Siedlung machte Kottingbrunn zum Landessieger
Kottingbrunn wurde zum landesweiten Mobilitätssieger gekürt. Die Rote Kreuz-Siedlung mit 3.000 Einwohner/innen, die bislang Pkw- orientiert war, wird durch eine neue Rad- und Fußgängerbrücke umweltfreundlich ans Ortzentrum angebunden. Mit „einem“ Wort: ein allumfassendes Konzept, in dem der Umweltverbund vor den Autoverkehr gestellt wird, das Alltagsradwegenetz in Kottingbrunn optimiert und stärker mit den Nachbargemeinden vernetzt wird. Abgerundet wird das Konzept mit einem professionellen Rad- und Fußwegeleitsystem sowie einer kombinierten E-Ladestation für E-Autos samt E-Carsharing, E-Bikes und für‘s Lastentaxi KLARA in der Rote-Kreuz-Siedlung.

Wieselburg punktet mit multimodalem Knoten
In der Hauptregion Mostviertel machte die Stadtgemeinde Wieselburg mit der Umgestaltung des Bahnhofsareals zu einem multimodalen Knoten das Rennen, der „alle Stückerl spielt“. Die dadurch geschaffene Sicherheit für Fußgänger und kürzere Wege überzeugten die Jury. Statt den bisherigen zwei Bushaltestellen wird ein Busbahnhof gebaut, wodurch keine Straßen mehr beim Umsteigen gequert werden müssen. Durch die ebenfalls neue, eingehauste und wettersichere Fußgängerbrücke über die Bahngleise wird man zukünftig schneller und sicherer das BG/BRG Wieselburg, das Wieselburger Freizeitzentrum und das angrenzende Wohngebäude erreichen. Ebenfalls neu: eine Park & Ride-Anlage.

Tulln - Fußgängerräume sichtbar verbinden
In der Hauptregion NÖ-Mitte gewann die Stadtgemeinde Tulln mit ihrem neuen Leitsystem für Fußgänger. Ziel dieser Maßnahme ist die Verbindung des Tullner Hauptplatzes mit der Donaulände, ein Naherholungsraum mit Schiffsanlegestelle und Donaubühne. Bislang waren beiden Räume weder sicht- noch lesbar miteinander verbunden. Durch die innovative Gestaltung des Fußgängerleitsystems mit einer speziellen Pflasterung soll nun ein Band zwischen beiden Räumen geschaffen werden. Die Jury war von der Attraktivierung des Zu-Fuß-Gehens durch innovative Pflasterung im Vergleich zu herkömmlichen Orientierungsschildern angetan.

Multimodales Buszentrum Gänserndorf im Weinviertel
Gänserndorf machte die Jury mit einem neuen multimodalen buszentrum auf sich aufmerksam. Zukünftig werden mehrere suboptimale Bushaltestellen im Nahbereich von 150 m aufgelassen und in ein neues Buszentrum integriert. Das Buszentrum soll die Visitenkarte für den ÖV in der Bezirkshauptstadt und für die Region werden. Es ist sowohl zu Fuß als auch per Fahrrad gut erreichbar und wird barrierefrei umgestaltet, durch benachbarte Schulen auch zentraler ÖV-Verkehrsknoten für Schüler/innen. Weiteres Plus: zeitgemäße Radabstellplätze, ein digitaler Stadt- und Regions-Infostand samt Witterungsschutz für wartende Fahrgäste, WLAN, E-Ladestation für Pkw im Nahbereich und eine Sammelstelle für das AST-MAXI.

Kooperation zahlt sich auch in der Mobilität aus – zum Beispiel für die Gewinner im Industrie- und Waldviertel. Während sich die Kleinregion Schneebergland mit ihrer Mobilitätsidee im Industrieviertel durchsetzen konnte, punktete im Waldviertel die Kleinregion Kampseen.

Schneebergland – 18 Gemeinden, eine einheitliche Businfrastruktur
Die Kleinregion Schneebergland begeisterte die Jury mit dem Konzept einer langfristig einheitlichen Businfrastruktur mit modernen Standards im Rahmen der Busausschreibung. Ziel ist die bessere Positionierung des Öffentlichen Verkehrs in der gesamten Kleinregion mit insgesamt 18 Gemeinden. Im Detail sind einheitliche moderne, helle Buswartehäuschen mit USB-Ladeanschlüsse geplant. Neue Radabstellanlagen an hochfrequentierten Standorten werden für eine noch bessere Verknüpfung des Radverkehrs mit dem Busverkehr sorgen.

Kampseen – neues E-Bike-System am Regionenradweg und barrierefreie Mobilität
Das Besondere an diesem interkommunalen Mobilitätsprojekt ist dessen gemeinsame Umsetzung durch die Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und die 7 Kleinregionsgemeinden. Im Zentrum steht ein neuer Regionenradweg mit innovativem E-Bike Verleihsystem, der alle 7 Gemeinden der Kleinregion Kampseen verbindet und an über- sowie untergeordnete Radrouten anbindet. Dieser Regionenradweg wird die optimale Ergänzung zum ÖV für Pendler und Schüler sein, das Alltagsradeln forcieren, aber auch für Gäste da sein, die mit dem Auto anreisen und per Rad das "Wassererlebnis" erkunden.

Zu guter letzt – wie wird man Mobilitätsgemeinde?
Neben der Nennung zweier Mobilitätsbeauftragter, je einer Ansprechperson aus dem politischen und dem Verwaltungsbereich, muss die Gemeinde auch einen Gemeindevorstandsbeschluss fassen. Sie sehen: Es ist relativ einfach, eine niederösterreichische Mobilitätsgemeinde zu werden und bringt viel: nämlich kostenlose, umfassende Beratung durch die Mobilitätsmanagements der NÖ.Regional.

Weitere Informationen
Imagefilm Mobilitätsmanagements in NÖ
Mobilitätsmanagements in NÖ
Wie werde ich Mobilitätsgemeinde?

Das "Mobilitätsmanagement" ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert
Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at






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