Auf Schritt und Tritt Geschichte spüren: Rundweg in Groß-Enzersdorf
Unter diesem Titel lud die Arbeitsgemeinschaft NÖ Stadtmauerstädte – Drosendorf, Eggenburg, Groß-Enzersdorf, Hainburg a.d. Donau, Horn, Laa a.d. Thaya, Marchegg, Retz, Waidhofen a.d. Thaya, Weitra und Zwettl, am 21. November zum Vernetzungstreffen nach Groß-Enzersdorf ein. Die kleine Stadt nahe Wien wird dem Veranstaltungsmotto gerecht: Ein beschilderter Rundweg im Corporate Design der NÖ Stadtmauerstädte wurde geschaffen, regelmäßig finden Themenstadtrundgänge statt, und historische Gebäude werden mit kulturellen Veranstaltungen belebt.


TeilnehmerInnen des Vernetzungstreffens
© NÖ.Regional.GmbH/Fiby


Die VeranstaltungsteilnehmerInnen aus allen Kooperationsstädten sowie anderen niederösterreichischen Städten mit Stadtmauern konnten sich nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Dipl.Päd. Monika Obereigner-Sivec beim ersten Programmpunkt, einem Rundgang durch den historischen Kotter und zur imposanten Stadtmauer mit „Nachtwächter“ Hans Leitgeb, persönlich von der interessanten Geschichte der Stadt überzeugen. In Groß-Enzersdorf ist trotz des reichen kulturhistorischen Erbes die Zeit jedoch keineswegs stehen geblieben.

Dies zeigte ein Einblick in die laufenden Projekte und Vorhaben, den DI Michaela Krämer von der Stadtgemeinde bot. Demnach soll, basierend auf einem umfassenden Masterplan, das Ortszentrum umgestaltet werden. Die Errichtung eines neuen, zeitgemäßen Veranstaltungssaales ist im Burghof-Areal geplant, und bessere Nutzungsmöglichkeiten für den Stadtpark, der sich als grünes Band die Stadtmauer entlang zieht, sollen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht werden.
Dr. Herwig Weigl vom Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien entführte die VeranstaltungsteilnehmerInnen anschließend wieder in die Vergangenheit zurück. Er beleuchtete die funktionalen und örtlichen Beziehungen der spätmittelalterlichen Städte mit ihrem Umland und machte dadurch das intensive Stadt-Land-Gefüge bis in unsere Zeit deutlich.

Auf einer anderen Ebene beschäftigte sich Dr. Franz Stürmer mit den Wirkungen früherer Epochen auf unser heutiges Alltagsleben. Er erklärte Herkunft und Sinn verschiedener Redensarten, die heute noch üblich sind, und beschäftigte sich im zweiten Teil seines Referates mit den Kräutern an der Stadtmauer, die früher wie auch heute Verwendung finden.

Zuletzt zeigte ein Überblick über die Aktivitäten der NÖ Stadtmauerstädte, dass die Kooperation auch im nächsten Jahr einiges vorhat. Vorerst steht die Umwandlung der bisherigen Arbeitsgemeinschaft in einen Verein bevor, die Ende Jänner 2018 durchgeführt werden soll. Die Marketingaktivitäten wie Gewinnspiel und Newsletter sollen fortgeführt werden, darüber hinaus ist eine gemeinsame Exkursion in eine Stadtmauerstadt außerhalb Niederösterreichs geplant. Beim 5. Aktionstag Stadtmauer am 21.4.2018 werden die Stadtmauern mit kostenlosen Stadtführungen und weiteren Aktivitäten der eigenen Bevölkerung und Gästen näher gebracht, und im Herbst ist wieder ein Vernetzungstreffen vorgesehen.







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