Mikro-ÖV als Thema beim Weinviertler Mobilitätsabend
Das Mobilitätsmanagement Weinviertel lud die Mobilitätsbeauftragten der Region zum Mobilitätsabend in den Stadtsaal Hollabrunn ein. Das Thema des Abends war „Anrufsammeltaxi und mehr – Chancen und Herausforderungen kleinräumiger Mobilitätsangebote“, den Mobilitätsbeauftragten wurden Informationen aus verschiedenen Blickwinkeln geboten.


Referentinnen und Referenten des Mobilitätsabends Weinviertel: DI Regina Rausch (Land NÖ, RU7), Filipp Rothe (ISTmobil GmbH), DI Doris Fried (NÖ.Regional.GmbH, Büroleitung), DI Susanne Heinisch (NÖ.Regional GmbH, Mobilitätsmanagement), Mag. Andreas Friedwagner (Verracon GmbH), Andreas Zbiral (NÖ.Regional.GmbH, Mobilitätsmanagement).
© NÖ.Regional.GmbH/Zbiral


Nachdem man sich beim Treffen der Mobilitätsbeauftragten im Frühjahr mit dem Thema Öffentlicher Verkehr befasst hatte, wurde nun der Fokus auf die „nächste Ebene“ – kleinräumige, bedarfsgesteuerte Mobilitätsangebote – gelegt. Den Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden wurde von Andreas Zbiral (Mobilitätsmanagement Weinviertel) zunächst ein Überblick über die bestehenden Mikro-ÖV-Systeme in der Region gegeben. Er hob deren Bedeutung für die Überwindung „der letzten Meile“, insbesondere in peripheren Gebieten hervor.

Andreas Firedwagner (Verracon GmbH) befasste sich in seinem Referat mit der wichtigen und spannenden Frage: Warum sollen sich Gemeinden für Mikro-ÖV-Angebote engagieren? Er nannte zahlreiche gute Gründe für Gemeinden sich für bedarfsgesteuerte Mobilitätsangebote einzusetzen, wie beispielsweise die Steigerung der Lebensqualität, die Standortattraktivität, die Stärkung der lokaen/regionalen Wirtschaft und des bestehenden ÖV-Angebotes. Am Ende des Vortrages sprach er die Empfehlung aus, das jeweilige Angebot an den Bedarf in der Gemeinde abzustimmen und insbesondere auch auf die Vermarktung nicht zu vergessen, weil sie wichtig für die erfolgreiche Entwicklung solcher Projekte ist.

Aus Sicht des Landes NÖ analysierte Regina Rausch (Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten) die rechtlichen Rahmenbedingungen der bedarfsgesteuerten Verkehrssysteme in NÖ (auch hinsichtlich möglicher Förderungen). Sie gab auch einen Ausblick auf zukünftige Tendenzen in diesem Bereich. In Zukunft könnten regionale Mikro-ÖV-Projekte gemeinsam mit der Organisation des regulären ÖV´s (Bus-Neuausschreibungen) entwickelt und umgesetzt werden.

Einen weiteren Blickwinkel eröffneten die beiden Referenten, die jeweils ein Praxisbeispiel für das Auditorium erläuterten. Ing. Josef Keck schilderte den Betrieb des AST Hollabrunn aus Sicht der Stadtgemeinde und gab einen Überblick über die Entwicklung der Fahrgastzahlen und Kosten des Systems für die Stadt. Regionale Anrufsammeltaxi-Lösungen stelle Filipp Rohte (ISTmobil GmbH) vor, die aktuell im Bezirk Korneuburg und im Bereich Graz-Umgebung erfolgreich im Einsatz sind.

Abschließend wurde das Programm des Mobilitätsmanagement Weinviertels von Susanne Heinisch vorgestellt und von den Teilnehmern zustimmend zur Kenntnis genommen. Gespickt mit dieser Fülle an Informationen wurden mögliche weitere Projekte (z.B. die Vorplanung für ein regionales AST im Bezirk Hollabrunn) andiskutiert.

Das "Mobilitätsmanagement" ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert
Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at







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DIin Susanne Heinisch

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