Jugend – Sucht – Lösungen: Fach-Input über Gesundheit und Suchtprävention
Alkohol, Zigaretten, Medikamente, Glücksspiel, Kaufsucht, Handy, Essstörrungen, Internet – in den meisten Fällen betrifft Sucht nicht die harten Drogen. Aber unabhängig davon, wonach man süchtig ist, es gilt: „Sucht ist eine Krankheit!“ Das war am 8.11. eine zentrale Aussage für die Jugendgemeinderäte der Kleinregion-ARGE „Die Kulturregion“.


Vortrag von Lutz Köllner (Fachstelle NÖ) (v.l.n.r.: Karin Peter, Jürgen Astelbauer, Anna Zöchbauer, Sophie Stadler, Gerald Bruckner, Michael Amsüss, Martin Berger, Herbert Bitter, Oliver Koitz, Lutz Köllner)
© NÖ.Regional.GmbH/Johannes Haselsteiner


Vorgestellt wurde das gemeindeübergreifende Projekt „Suchtprävention Pielachtal“, das seit 2013 in der Kleinregion Pielachtal erfolgreich läuft. Schwerpunkt des Projekts ist nicht die Sucht-Bekämpfung, sondern die Sucht-Vorbeugung sowie die Gesundheitsförderung in der Bevölkerung.
Die Vortragenden waren Lutz Köllner (Fachstelle NÖ), Petra Fischer (Kleinregionsmanagerin Pielachtal) sowie Karin Peter (Regionalberaterin fürs Pielachtal). Neben wissenswerten Informationen zum Thema Sucht allgemein, wurde auch konkret erklärt, wie das Projekt im Pielachtal entwickelt und umgesetzt wurde und welche Ergebnisse sich bisher dadurch ergaben: Beispielsweise finden regelmäßig Workshops in Schulen zum Thema Sucht statt und es wurde der Leitfaden „Feste feiern und genießen“ für Veranstaltungen erstellt.
Dass das Projekt so erfolgreich ist, hat mehrere Gründe: zum einen die gelebte interkommunale Zusammenarbeit im Pielachtal, zum anderen die Zusammenarbeit zwischen mehreren Organisationen. Jede Organisation hat ihre Stärken eingebracht: die Fachstelle NÖ und der BhW Jugendcoach für NÖ Gemeinden jene zu Sucht und Suchtprävention, die Kleinregion als regionaler „Player“ mit direktem Draht zur Bevölkerung und die NÖ.Regional als Prozessbegleiter, der überregionalen Aufgaben wie Öffentlichkeitsarbeit und Koordination übernimmt.
Nach dem Erfahrungsbericht aus dem Pielachtal wurde die Situation für die Kulturregion diskutiert. Gerade beim Alkoholkonsum auf Festen sehen die Jungpolitiker Handlungsbedarf. Zum Thema Alkohol und Feste meint Köllner: „Es geht nicht zwangsweise darum, nur noch Feste ohne Alkohol zu organisieren, sondern ein vernünftiges, suchtfreies Maß des Alkoholkonsums zu erreichen.“
Auch kleine Schritte und Initiativen können zu diesem Ziel beitragen. Die Jugend-Gemeinderäte waren von den Anboten und Ideen sehr angetan und wollen einige davon bei kommenden Festen ausprobieren – wie zum Beispiel eine alkoholfreie Cocktailbar.
Auch der neue Shuttle-Buzz wurde angesprochen: „Dieser zielt jetzt zwar nicht auf Sucht-Vorbeugung ab, aber es geht dort auch um einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol“, zeigt sich die Runde überzeugt – gemäß dem Motto „Don´t drink and drive!“.

http://www.pielachtal.at/kleinregion/suchtpraevention-pielachtal/







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