Zu Fuß in weinviertler Volksschulen mit Pedibus und Fußgänger-Check
Sowohl die Stadtgemeinde Poysdorf als auch die Marktgemeinde Pillichsdorf machten sich Gedanken darüber, ihre jungen SchülerInnen auf gesunde und umweltfreundliche Art und Weise in die Schule zu führen. So starteten sie mit den beiden Projekten Pedibus und Fußgängercheck.


Die Volksschulkinder der Marktgemeinde Pillichsdorfer beim Check ihrer Schulwege - gemeinsam mit ihrer Lehrerein, dem Bürgermeister, Gemeinderäten und Fachexperten.
© NÖ.Regional/Zbiral


Frau Aichler-Kandler, Direktorin der Volksschule Poysdorf und Herr Stadtrat Jilli ergriffen die Initiative, um ihre Kinder mit einem „Pedibus“ zur Schule zu bringen. Der Begriff kommt aus dem lateinischen (lat. pes, pedis, m. = Fuß) und bedeutet „Bus auf Füßen“. Eine Gruppe von Kindern kommt täglich auf einer bestimmten Wegstrecke (Linie) zur Schule. Dabei gibt es Haltestellen, an denen jeweils weitere Schüler „zusteigen“ können. Stets werden sie begleitet von einer Aufsichtsperson, die die Kinder auf kritische Punkte entlang der Wegstrecke aufmerksam macht und mit ihnen dabei nebenbei ein sicheres Verhalten im Verkehr einübt.

Mobilitätsmanager Andreas Zbiral stellt das Projekt beim ersten Elternabend nach Schulbeginn vor. Er erläuterte die organisatorischen und rechtlichen Details, sowie die großen Vorteile. Neben der Verkehrsreduktion vor der Volksschule bedeutet ein „Pedibus“ vor allem Spaß für die Kinder, gesunde Bewegung gleich am Morgen und damit eine erhöhte Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit in den Schulstunden. Bei einer ersten Umfrage zeigten sich zahlreiche Eltern interessiert. So wird nun eine eigene Arbeitsgruppe mit Vertretern der Schule, der Eltern, der Gemeinde sowie der Polizei die „Pedibus-Linien“ vorbereiten.

In der familiär geführten Volksschule in Pillichsdorf setzte man sich einen Vormittag lang auf eine andere Art und Weise mit dem zu Fuß gehen auseinander. Dies geschah im Rahmen des Programms „Fußgänger-Check“, der von walk-space.at, dem österreichischen Verein für FußgängerInnen, durchgeführt wurde. Die Experten dazu waren an diesem Vormittag die VolksschülerInnen der 3. und 4. Klasse, die über ihre Schulwege und deren Wohlfühlorte und Stolpersteine befragt wurden. Höchst motiviert und aufgeweckt gaben sie in der Klasse vor dem Luftbild der Ortschaft bereitwillig Auskunft.

Anschließend führten sie, unter den wachsamen Augen ihrer Lehrerin Astrid Kaiblinger, Bürgermeister Treipl, Gemeinderäte und das Arbeitsteam um Dieter Schwab zu den angesprochenen Plätzen, z.B. zur Querung der Hauptstraße vor dem Gemeindeamt oder den „Zebrastreifen“ nahe der westlichen Ortseinfahrt. Gleichzeitig können im Monat September alle GemeindebürgerInnen Verbesserungsvorschläge für ein qualitätsvolles Fußwegenetz mittels eines Fragebogens einbringen. Die aus all diesen Aktivitäten gewonnenen Erkenntnisse werden zusammengefasst und Ende des Jahres mit entsprechenden Empfehlungen der Gemeinde präsentiert.

Das Mobilitätsmanagement begleitet und koordiniert neben dieser Initiative zum zu Fuß gehen, auch weiter Mobilitätsthemen in der Gemeinde, wie Radfahren, ÖV oder Verkehrssicherheit. Vorangegangen war eine umfassende Verkehrsberatung, bei der der Ablauf der einzelnen Schritte festlegte wurde.

Weiterführende Links:
Pedibus – gemeinsam zur Schule gehen!
Walk Space - Fußgänger-Check Projekte

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.
Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert
Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at








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