Maßnahmenplan für die Belebung des "Quartiers Hoher Markt" präsentiert
Ende Juni wurden im „Weißen Rössl“ in Waidhofen an der Ybbs die Ergebnisse der ein volles Jahr dauernden architektonischen und wirtschaftlichen Analyse zum Projekt „Quartier Hoher Markt“ präsentiert. Diese erfolgte im Rahmen eines Stadterneuerungsprozesses. Mit reger Bürgerbeteiligung ging es primär darum, den Platz zu gestalten und Leerstände künftig möglichst optimal zu nutzen. Begleitet wurden Stadt und Bürgerinnen dabei durch die NÖ.Regional.GmbH.


Präsentation im Weißen Rössl mit vl. STR Martin Dowalil, Johann Stixenberger, Obmann Verein Stadtmarketing Fritz Hölblinger, Innenstadtkoordinator Kurt Hraby, VizeBgm. Martin Reifecker, Architekt Wolfgang Ritsch, Stefan Lettner (Fa. CIMA), STR Peter Engelbrechtsmüller, Magistratsdirektor Christian Schneider, GR Erich Leonhartsberger, GR Christoph Dahdal, Bgm. Werner Krammer, vorne Margarete Marxera, Marianne Pulker.
© Stadtgemeinde Waidhofen a.d. Ybbs/Büringer


Architekt Wolfgang Ritsch aus Vorarlberg analysierte in erster Linie Aspekte der Stadtplanung und Potentiale der Gestaltung und definierte einen Richtplan für den Hohen Markt. Stefan Lettner (Firma CIMA, OÖ) konzentrierte sich primär auf leer stehende Objekte und deren künftige Möglichkeiten zur Neubesetzung. Seine Analysen basierten auf der Kaufkraftstromanalyse aus dem Jahr 2014, einen allgemeinen „Quartiers-Check“ sowie einem „Trend Check“. Gemeinsam führten die Architekten Gespräche mit 12 Besitzerinnen und Besitzern von leer stehenden Objekten. Für jeden Leerstand wurde ein Objekt-Datenblatt angelegt, welches neben den Eckdaten der Immobilie, einer Fotodokumentation sowie einer Zustandsbewertung auch Vorschläge für eine künftige Nutzungseignung beinhaltet. Abgerundet wurde die Analysephase mit 10 Empfehlungs- und Handlungsvorschlägen für künftige Akquirierungs- und Ansiedelungsbemühungen:
    1. Bildung eines Quartiersteams, bestehend aus Vertretern aller Akteure, das sich in regelmäßigen Abständen trifft.
    2. Heranziehen des Richtplanes als strategische Grundlage, Werte- und Zielkatalog für das Gesamtquartier Hoher Markt.
    3. Abhalten eines Ideenwettbewerbes für die Gesamtgestaltung des öffentlichen Raumes.
    4. Entwicklung eines Parkplatzkonzeptes mit einer guten Wegeanbindung an die Innenstadt.
    5. Projektentwicklungen für Leitimmobilien. Definiert wurden dabei die Objekte Hoher Markt 15, 20 und 22 gemeinsam, 12 und Hörtlergasse 3.
    6. Planerisch umgesetzte Nutzungsszenarien mit Grobkostenermittlung für die Leitobjekte.
    7. Nutzungsmanagement: Motivation und Unterstützung von Eigentümerinnen und Eigentümern bei Nutzungsmöglichkeiten.
    8. Erstellung eines Positionierungskonzeptes für den Hohen Markt.
    9. Kundenbindung und Serviceorientierung durch kooperative Aktionen.
    10. Schaffung zusätzlichen Wohnraumes in und um die Innenstadt.

Engagiert startete das neu konstituierte Quartiersteam ihren ersten Hohen-Markt-Treff am Samstag, den 1. Juli 2017 von 10 bis 12 Uhr am Hohen Markt Nr. 22, im sogenannten Marxera-Haus. Dort wurde kurzerhand ein Treffpunkt improvisiert – deshalb auch kurz „Improtreff genannt, der jetzt regelmäßig stattfinden soll. In gemütlicher Runde wurden vor Ort Ideen diskutiert und entwickelt.

Auch Jakob Anger, ein engagierter Bürger des Hohen Marktes, präsentierte einen zeitweiligen Nutzungsvorschlag für die Hörtlergasse 3, der viel Zuspruch fand. „Nur gemeinsam können wir unsere Stadt weiterentwickeln“, ist Bürgermeister Werner Krammer überzeugt. Innenstadtkoordinator Kurt Hraby, lädt zum nächsten Hohen-Markt-Treff am 5. August 2017.

Die Analysephase startete im Sommer 2016 mit mehreren Workshops, bei denen die Bevölkerung eingebunden wurde. Im Herbst letzten Jahres gab es eine gut besuchte Zwischenpräsentation und auch bei der Endpräsentation waren wieder 65 Waidhofnerinnen und Waidhofner mit dabei.

Bei der Aktion „Stadterneuerung in NÖ" entwickeln die BürgerInnen gemeinsam mit Politik und Verwaltung Projekte und setzen diese um. Die NÖ.Regional.GmbH mit den RegionalberaterInnen ist hierbei ein wichtiger Partner. Sie unterstützen die Städte beim gesamten Prozess – bei der Erstellung des Stadterneuerungskonzeptes, beim Strukturaufbau mit Beirat und Arbeitsgruppen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Projektentwicklung und –management.







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