GEHspräch – gemeinsamer Spaziergang durch die Altstadt von Dürnstein
Zum 2. Mal hat die Gruppe Zentrumsentwicklung die Gemeindebürger eingeladen, um die Stadt zu erkunden und bei einem abschließenden Heurigenbesuch über die Eindrücke und Ideen zu plaudern und diskutieren.


die Bürgermeister der interessierten Gemeinden
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Eine junge Architektin, aus der Projektgruppe Zentrumsentwicklung in Dürnstein hat die „GEHspräche“ als dialogischen Rundgang durch die Altstadt, nach dem Motto „man soll Vergangenes kennen um Zukünftiges zu planen“ ins Leben gerufen. Am Dienstag, den 20. Juni 2017, organisierte Doris Knoll den 2. Stadtspaziergang, zu dem weit über 50 Personen aus der ganzen Gemeinde gekommen waren, um gemeinsam die Stadt zu erkunden, mit den Besitzern über ihre historischen Gebäude zu sprechen, die Spuren der Vergangenheit zu erkunden, sowie Sicht und Denkweisen für die Zukunft zu erfahren. Das erste Treffen im Mai startete beim Rathaus, danach gab es Einblicke in unbekannte Räumlichkeiten des Schlosses und im Traditionsbetrieb der Bäckerei Schmidl konnten Eindrücke gesammelt werden, wie der wachsende Produktionsbetrieb auf engstem Raum in der belebten Altstadt arbeitet.

Diesmal wurde beim wohl berühmtesten Gebäude der Altstadt, dem Stift Dürnstein, gestartet, neben der Gründung des Klosters und Besichtigung der sonst verborgenen barocken Krypta unterm Hochaltar gab es einen Baustelleneinblick in die Jahrzehnte leerstehenden gotischen Räumlichkeiten im Parterre unterhalb der Volksschule. Interessant zu erwähnen ist, dass die Schule seit 1788 hier im Stift beheimatet ist. Frau Elisabeth Glatzenberger berichtet von den großen Umbauplänen mit neuem Eingangsbereich zum Stift, sowie Ausstellungsräumen, einem Cafè und Shop. Dieses Projekt wird von der LEADER-Region Wachau-Dunkelsteinerwald unterstützt. Das älteste Kloster in Dürnstein, das Klarissenkloster der Kuenringer aus dem 13. Jhdt., war zweite Station der Besichtigung. Es befindet sich im Privatbesitz der Familie Thiery und beherbergt das Hotel Sänger Blondl. Im Mittelalter wurde das steile Dach der gotischen Kirche abgetragen und aus wirtschaftlichen Gründen zu einer großen Lagerhalle mit Keller umfunktioniert. Schon damals beeinflusste der beengte Ortsraum die Stadtentwicklung. In das Kirchenschiff wurden mehrere Holzdecken eingezogen, über 1000 m² nutzbare Fläche entstanden, die aus der Sicht der Zentrumsentwicklung ein großes Potential darstellen und dazu passend zitiert Dr. Gottfried Thiery einen Spruch,“ Es gibt nichts Vergangenes, sondern nur ewig Neues, das sich aus den Elementen des Alten zusammensetzt.“


Mit dieser Initiative leistet die Zentrumsentwicklung Dürnstein auch einen wichtigen Beitrag zum Managementplan Weltkulturerbe Wachau, wo geschrieben steht, dass mit den Bewohnern ein baukultureller Dialog geführt werden soll.







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