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Kleinregion organisiert für Bevölkerung wissenschaftliche Einblicke ins Altern
Die Kleinregion Donau-Ybbsfeld organisierte am 15. Jänner in St. Georgen am Ybbsfelde einen informativen Abend zum Thema Altern. Dies war nun der vierte Vortrag im Rahmen der Zertifizierung zur familienfreundlichen Region und rundete nach den Themen Schwangerschaft und Geburt, Schüler und Jugend das Spektrum "Lebensphasen" mit der Auseinandersetzung mit der älteren Generation ab. Moderiert wurde dieser Abend von Irene Kerschbaumer, Mitarbeiterin der NÖ.Regional.GmbH, die auch diesen Prozess begleitet.


v.l.: Martina Gaind, Karin Ebner, Irene Kerschbaumer, Edith Weichinger, Franz Kolland, Hedwig Schagerl mit Lisa, Johann Weidum, Michaela Hinterholzer, Johannes Pressl, Anita Pitzl, Christoph Haselsteiner, Franz Eder.
© NÖ.Regional.GmbH/Haselsteiner


Das Alter ist eine Lebenszeit die gerne von uns weggeschoben wird. Wir negieren sie, so lange es irgendwie möglich ist. Spätestens mit dem eigenen Alterungsprozess müssen wir uns irgendwann (am liebsten so spät als möglich) der Herausforderung stellen.

Professor Franz Kolland, Alterforscher der Universität Wien, und Karin Ebner, Leiterin des Seniorentageszentrums St. Georgen am Ybbsfelde, haben in Vorträgen für die Kleinregion Donau-Ybbsfeld im Georgsaal ihrem Publikum eindrucksvoll näher gebracht, dass eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema „Alter“ die Lebensqualität deutlich verbessert.

„Dem eigenen Alterungsprozess können wir positiv begegnen, indem wir aktiv unsere Sozialkontakte pflegen“, erklärt Prof. Kolland. Vor allem der Umgang mit den eigenen Eltern wirkt als Vorbildfunktion für die nachfolgende Generation. Wichtig sind aber auch gute Kontakte zur Jugend, um am Laufenden zu bleiben. Der positive Alterungsprozess ruht auf drei wichtigen Pfeilern: geistige und körperliche Aktivität, Selbstbestimmung im Alltag (Autonomie) und Wertschätzung der eigenen Person/Leistung. „Viel Kummer kann man sich ersparen, indem man rechtzeitig den eigenen Wohnraum möglichst barrierefrei und „altersfreundlich“ gestaltet“, so einer der vielen Praxistipps von Prof. Kolland.

„Das Zusammenleben mit alten Menschen ist um ein Vielfaches einfacher, wenn wir uns in die Zeit hineinversetzen können, in der der jetzige alte Mensch aufgewachsen ist“, erklärt Karin Ebner. Wir alle haben unseren persönlichen Rucksack – unsere Lebensgeschichte. Werte, Rituale und Traditionen prägen unser Leben. Gerade im Alter sehnen sich Menschen wieder nach dieser Prägung. „Demente Menschen verlieren zusehends ihre Orientierung. Helfen können dabei die Begegnung mit Verständnis, Wertschätzung und die Bereitstellung von Orientierungshilfen, wie Kalender, Uhren, usw.“, ergänzt Karin Ebner die Praxistipps für den Alltag.

"Kleinregionen“ sind Plattformen, die rasche Abstimmung und Informationsaustausch zwischen Gemeinden und Land ermöglichen und mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag in der Regionalentwicklung leisten. Die NÖ.Regional.GmbH serviciert Kleinregionen und berät sie bei jeglichen kleinregionalen Aufgabenstellungen. Gemeinsam mit der Kleinregion Donau-Ybbstal suchen wir nach regionalen, passgenauen Lösungen.




Ansprechperson
Mag.a Irene Kerschbaumer

3362 Öhling
Mostviertelplatz 1
+43 7475 53340 350
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